
Was die Nacht-U-Bahn für den Betrieb der Nachtbusse bedeutet, erfahren Sie hier!
Ticket-Angebot der Wiener Linien wird ausgebaut
Die zusätzlichen Kosten für den Nachtbetrieb werden rund fünf Mio. Euro pro Jahr betragen. Die Kosten für Fahrdienst,
Aufsicht und Sicherheit werden auf 2,6 Mio. Euro geschätzt, der Bereich
Infrastruktur schlägt mit 3,2 Mio. Euro zu Buche. Wobei hier allein die
Stromkosten 1,5 Mio. Euro ausmachen.
Abgezogen werden
Einsparungen beim Nachtbusnetz (minus 0,8 Mio. Euro), da dieses am
Wochenende verkleinert wird. Ab September wird es somit zwei
Liniennetze für die Nightlines geben. An Werktagen sind diese wie
bisher unterwegs. Am Wochenende wird auf die U-Bahn Rücksicht genommen:
Parallelführungen sollen vermieden werden, hieß es. Dafür wird es neue
Strecken von und zu U-Bahn-Stationen geben.
Der Termin für die
Einführung des 24-Stunden-Angebots erscheine optimal, da am Ende der
Sommerferien die Fahrgastzahlen wieder ansteigen, wurde heute betont.
Die logistischen Vorbereitungen sind laut Wiener Linien
im Laufen. So werden etwa bereits die Fahrpläne berechnet und die
Dienstpläne ausgearbeitet. Auch eine eigene Betriebsvereinbarung wird
verhandelt.
Nightliner
Im Einsatz sind, so wie bereits jetzt in den Nachtbussen,
sogenannte "Nightliner", also Mitarbeiter der Wiener Linien, die für Fragen zur Verfügung stehen.
Sicherheit
Die Wiener Linien
stehen laut eigenen Angaben auch bereits in Gesprächen mit der Polizei,
um die Sicherheit in den Stationen und Verkehrsmitteln zu
gewährleisten. Auch die Verkehrsbetriebe selbst ergreifen entsprechende
Maßnahmen: Neben den "Nightlinern" in den Zügen wird es in den
Haltestellen Stationswarte geben. Zum Einsatz kommen in der Nacht vor
allem Garnituren, die bereits mit Videoüberwachung ausgerüstet sind,
betonte Steinbauer.
Vizebürgermeisterin Renate Brauner
hob hervor, dass von vergleichbaren Städten in Europa nur Hamburg und
Stockholm einen U-Bahn-Nachtbetrieb anbieten. Dort sei das Ticket
jedoch teurer. In Wien werden, so wurde jedenfalls versichert,
die Fahrscheinpreise nicht steigen. Die 24-Stunden-U-Bahn wird aus
Steuermittel finanziert.
Info: www.wienerlinien.at