
Markus Pohankas Persönlichkeiten: Sibylle Geiszler, Maronibraterin in zweiter Generation - und das bereits seit ihrer Kindheit ...
Mit Maroni aufgewachsen. „Ich hab' schon während der Schulzeit immer wieder meiner Mutter am Maronistand geholfen und mitgearbeitet, hab mir mein Taschengeld auf diese Art aufgebessert und bin quasi damit aufgewachsen“, erinnert sich Sibylle Geiszler.
Mittlerweile hat die 41-jährige Wienerin den mütterlichen Betrieb übernommen und führt insgesamt acht Maroni- und Braterdäpfelstände, vor allem in der Wiener Innenstadt. „Wir sperren zwar immer erst Anfang Oktober auf, aber meine persönliche Maronisaison beginnt bereits Anfang August. Wir importieren unsere Maroni aus Italien nämlich alle selbst“, erzählt die Unternehmerin stolz. In Sachen Konkurrenz lässt Sibylle Geiszler nichts anbrennen: „Ich fahre nach Graz, Salzburg und auch München und schaue mir an, was die anderen mit ihren Maroni vielleicht besser machen als wir. Und es interessiert mich auch, wie viel dort die Maroni kosten.“
Skurrile Erlebnisse. An den Ständen von Sibylle Geiszler zahlt man zwei Euro für neun Stück Maroni. „Als ich ins Geschäft eingestiegen bin, waren es noch zehn Schilling für acht Maroni. Der Verkaufspreis ist in den vergangenen Jahren insgesamt deutlich gestiegen, denn die europäische Maroni ist seltener geworden“, erklärt die Wienerin. Eines hat sich über all die Jahre aber nicht geändert: „Skurrile Erlebnisse gibt es bei uns wirklich fast jeden Tag. Es passiert zum Beispiel öfters, dass Touristen die Maroni samt Schale in den Mund stecken und dann auch wirklich essen. Das ist dann doch eher eine ungewöhnliche erste kulinarische Begegnung mit einer Maroni“, scherzt Sibylle Geiszler.
Infos zur Person:
Name: Sibylle Geiszler
Geboren am: 16. August 1968
Aufgewachsen in: Wien/Leopoldstadt
Traumberuf als Kind: Fotografin
Maroni sind: der Genuss pur!