
Kabarett-Festival. Die Highlights aus "120 Jahre Jüdisches Kabarett in Wien" im L.E.O. Ab 21. Jänner!
Die „zehnte Muse“ wäre ärmer ohne die Kabarettisten jüdischer Abstammung, die von Fritz Grünbaum und Armin Berg, Hermann Leopoldi und Karl Farkas bis zu Gerhard Bronner und Georg Kreisler mit Lozelachs, Schmähs, Couplets, bissigen Texten und ironischen Songs die Leute zum Lachen brachten – zum Lozelachen sozusagen. Mit zehn Programmen, zwei Lesungen mit Musik, der Ausstellung „120 Jahre Jüdisches Kabarett in Wien“, Filmvorführungen aus Beständen des Filmarchivs Austria, einer Buchpräsentation (Elisabeth Buxbaum: „Transit Shanghai – Ein Leben im Exil“) sind – meist – im L.E.O. die Fundstücke einer Spurensuche zu bestaunen.
Veranstalter sind die Armin Berg Gesellschaft und das Letzte Erfreuliche Operntheater (L.E.O., 3., Ungargasse 18), geleitet wird das Festival von Marie-Theres Arnbom und Georg Wacks.
Berg und Schönberg. E und U gemeinsam – lange vor der EU: die „Brettl-Lieder“ des Zwölfton-Klassikers Arnold Schönberg sind ebenso vertreten wie die dem Volkshumor verpflichteten Songs von Armin Berg. Zum Teil unvergessen sind die Songs und Texte, vieles gibt es aber neu zu entdecken. International sind auch die Auftretenden: So reist etwa The New Budapest Orpheum Society mit zwei Programmen („Dancing on the Edge of a Volcano“ am 29. 1., „Jewish cabaret in Exile“ am 1. 2. im L.E.O.) aus Chicago an. Am 30. und 31. Jänner werden „Die letzten Tage der Menschheit“ von Karl Kraus spartenübergreifend (Lesung, Musik, Film präsentiert.
Programm, nähere Infos und Karten: 01/712 14 27 und www.theaterleo.at , www.arminberg.at).