Vormagazin

Ausgabe März 2010

Uferlos! - Der Event-Frühling treibt wilde Blüten: 
Verqueerte Events in der Wiener Stadthalle, das Udo-Jürgens-Erfolgsmusical. Plus: Kiss, Mark Knopfler und der Vienna City Marathon!

Gewinn Vor allen anderen...

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Adrenalin in Wien

Nomen est omen

Haben Sie vielleicht einen Namen, der Ihnen manchmal lästig ist? Sie sind nicht alleine.

Lena und Lukas sind weiterhin die beliebtesten Vornamen für Neugeborene. Das hat Statistik Austria jetzt bekannt gegeben. In der Liste, die jeweils die Top 60 des Jahres 2007 umfasst, fehlen klassische Namen wie Franz, Josef oder Georg, auch Karin, Barbara und Sabine sind nicht mehr trendy. Trösten Sie sich: Auch Thorsten ist nicht dabei. Dafür aber Namen wie Matteo (Platz 59), Pablo (49), Samuel (33), Noah (31) oder Maja (59), Chiara (38) und Emily (26).

Der eigene Name kann ganz schön belastend sein. Ich habe meinen Nachnamen bereits Tausende Male am Telefon buchstabieren müssen. Martha Emil Dora, Walter Emil Dora, Emil und zweimal Friedrich ... Das hat in einem meiner früheren Jobs dazu geführt, dass mich die Kollegen bald nur noch "Martha" nannten. Immerhin hat meine liebe Ur-Großmutter so geheißen. Wie passend.

Hoffnung auf Erleichterung kommt immer dann auf, wenn ein Prominenter auftaucht, der denselben Nachnamen hat. So wie der begnadete ukrainische Tennisspieler Andrej Medwedew (das ff in meinem Namen ist wohl auf einen Transkriptionsfehler während des 2. Weltkriegs zurückzuführen, eigentlich müsste ich ja Medvedevas heißen, aber das führt wirklich zu weit!).

Also zurück zu Andrej Medwedew, der einst in einem legendären Endspiel bei den French Open in Paris Andre Agassi unterlegen war und den ich in meiner Eigenschaft als Tennis-Journalist mehrmals getroffen habe. Leider hat mir dessen nur bedingte Berühmtheit überhaupt nicht weitergeholfen. Auch wegen des wirklich blöden ff. "So wie der Tennisspieler? "Ja. Bloß mit Doppel-Friedrich am Ende ..."

Aber die Hoffnung auf Besserung bleibt. Immerhin gibt es ja jetzt den russischen Präsidenten Dmitri Medwedew. Derzeit ständig in den Medien. Wenn auch aus wenig positivem Anlass. Vielleicht hilft es zumindest, dass ich keine Post mehr bekomme für Herrn Nedvidek, Medwedess oder auch Medvedett. Viellelicht hätte ich doch meine Jugendliebe ehelichen sollen. Die hieß nämlich Ferrari.