Kunst

Nachwuchskünstler: Alex Kiessling

Dürfen wir VORstellen? Bühne frei für spannende Nachwuchskünstler in Wien. Unsere neue Reihe startet mit Alex Kiessling.

Der Anfang – wie es oftmals bei Menschen mit künstlerischer Begabung, die häufi g zu einer Treibkraft im Leben wird, vorherrscht, war sich Alex Kiessling (*1980) schon in jungen Jahren – im Alter von 10 – gewiss, dass er Künstler sein wird. So legte er sich in diesem zarten Alter eine Kunstmappe an, in die er gewissenhaft und fein selektiert Zeichnungen einordnete.

 

Der Anfang

Das erste Blatt zierten die säuberlich formulierten Worte „Der Anfang“. Damals, als Kind, und später als Jugendlicher neigte er vor allem zu stark illustrativen Zeichnungen. Comichefte und Science-Fiction-Romane zählten zu seiner Lieblings-Lektüre, wobei ihn insbesondere die Zeichnungen auf dem Cover faszinierten, welche er in seine frühe Bildsprache aufnahm. Kiessling erkannte bald, spätestens zu Beginn seines Studiums an der Universität für angewandte Kunst, dass es für ihn wichtig ist, sich vom illustrativen Charakter seiner Werke zu entfernen. Heute wie damals ist es für ihn wesentlich, Tiefgang – komplexe Inhalte und Geschichten – in seine fi gurative Malerei einzubringen.

 

Gratwanderung zwischen High & Low Art

In einem Vorgang, wie er sich auch bei der Destillation finden lässt, extrahiert Alex Kiessling wesentliche Essenzen unserer vielschichtigen, komplexen zeitgenössischen Gesellschaft. Diese Essenzen, welche Geschehnisse unserer Gegenwart reflektieren, versucht er poetisch in eine Bildsprache zu formulieren. Dabei bewegt er sich stets auf einer Gratwanderung zwischen High und Low Art, Surrealem und Realem. In seinen Arbeiten tre en vor allem drei Wahrnehmungsebenen aufeinander: die Realität, die virtuelle Welt und die Welt der Träume.

Es fasziniert ihn besonders, wie sich diese Ebenen gegenseitig beeinflussen und wie sie aufeinander einwirken. So entsteht ein stetiger Wechsel zwischen realen und surrealen, traumhaften und virtuellen Motiven und Eindrücken, welche er in eine realistische Malerei einbettet. Die in seinen Kunstwerken dargestellten Figuren und Objekte sind wesentlich geprägt von Kiesslings Reiseeindrücken und seiner Umgebung. Alex Kiessling selbst würde sich am ehesten mit einem Theaterregisseur vergleichen, denn er arrangiert einzelne Elemente zu einem Gesamtwerk, um damit seine Geschichte dem Betrachter bildhaft zugänglich zu machen.

  • www.wienspart.atAlex Kiessling ©Bubu Dujmic© Bubu Dujmic

Des Künstlers Lieblingsorte in Wien:

Die Schöne Perle ("Da gibt's gutes Papperl")

Der Augarten, besonders zur Sommerzeit

Gasthaus Am Nordpol

Fakten

Der Künstler wurde 1980 in Wien geboren und studierte Malerei an der Universität für angewandte Kunst. In seiner aktuellen Ausstellung „After Dark“ im Haus der Wien Energie gewährt uns Kiessling noch bis 21. Februar 2014 einen Einblick in seine neuesten Arbeiten sowie in sein früheres Werk.

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