Gegensätze, die sich anziehen

Ausstellung Wien-Berlin im Belvedere

Das Untere Belvedere zeigt Kunst der Jahrhundertwende aus Wien und Berlin.

Auf der einen Seite steht Berlin, die großflächige, beinahe amerikanisch anmutende Metropole ohne gewachsenes Zentrum, auf der anderen Seite Wien, die Stadt der Operette mit barocker Prägung, die vor allem mit der Décadence in Verbindung gebracht wird. Ausgangspunkte der Schau sind Beziehungen, Unterschiede und Gemeinsamkeiten der beiden Secessionen um 1900. Während sich die Wiener Expressionisten durch ihre psychologische Einfühlung auszeichneten, wiesen die Jungen Wilden in Berlin vor allem einen ekstatisch-aggressiven Gestus auf.

Der Erste Weltkrieg führte zur Annäherung beider Nationen, sodass sich in Bezug auf die einsetzende Neue Sachlichkeit und insbesondere im Rahmen der Bühnenkunst ein reger künstlerischer Austausch zwischen den Städten entwickelte. Besonders die Roaring Twenties machen die Annäherungen der Positionen deutlich und erlauben eine neue Sicht auf die Verbindungen der gegensätzlichen, aber dennoch eng miteinander verwobenen Hauptstädte.

  • www.wienspart.atRevuegirls von Jeanne Mammen ©Berlinische Galerie, Berlin/ Bildrecht, Wien 2014© Berlinische Galerie, Berlin/ Bildrecht, Wien 2014

Fakten

Die Eröffnung der Ausstellung „Wien - Berlin: Kunst zweier Metropolen“ findet am 14. Februar 2014 im Unteren Belvedere statt. Die Ausstellung läuft bis 15. Juni 2014.

Öffnungszeiten: täglich von 10 bis 18 Uhr und Mittwoch von 10 bis 21 Uhr.

Kontakt

Web: http://www.belvedere.at

Adresse: Rennweg 6, 1030 Wien

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