Äthiopienreise

Ein Engel namens Sara

Uschi Fellner bereiste mit „Menschen für Menschen“-Botschafterin Sara Nuru, die am 29.11. zur „Woman of the Year“-Gala nach Wien kommt, das Land am Horn von Afrika.

Der unerschrockene Fahrer aus dem „Menschen für Menschen“-Team lenkt unseren Jeep im Schneckentempo durch die Schlammlandschaft. Sara Nuru, die hinter mir sitzt, strickt unbeirrt weiter. Das Top-Model, mit dem ich im Auftrag der von Karlheinz Böhm gegründeten Äthiopien- Hilfsorganisation Land und Leute kennenlernen darf, ist – ähnlich wie Mesfin, unser Fahrer – die Ruhe in Person. „Das kann schon mal länger dauern, wenn man hier von A nach B reist“, sagt sie und werkt konzentriert an ihrem Schal weiter („Handarbeiten beruhigt so schön!“). „Länger dauern“ ist diplomatisch formuliert. Vor uns steckt der öffentliche Bus tief im Schlamm, neben uns kommt ein LKW nicht mehr weiter und dahinter hängt ein weiterer Bus fest. Tagelange Regenfälle haben aus der ohnehin schwer zu befahrenden Erdstraße ein einziges Schlamassel gemacht. Das ganze Dorf läuft zusammen, um sich das Spektakel anzuschauen.

Wir können umkehren. Sagt Rupert, der mit weiteren Journalisten im Jeep hinter uns fährt. Rupert Weber ist Vorstandsvorsitzender der Organisation und bildet mit seiner Kollegin Alexandra Bigl, die auch die Öffentlichkeitsarbeit leitet, ein Dreamteam. Unermüdlich setzen sich die beiden Manager auch nach dem Ausstieg von Almaz Böhm aus der Stiftung (die Witwe von Karlheinz Böhm legte 2015 alle Funktionen bei „MfM“ nieder und zog sich ins Privatleben zurück) für die Menschen in Äthiopien ein. Das 1981 von KHB erdachte Konzept „Hilfe zur Selbsthilfe“ ist aufgegangen, ganze Regionen in Äthiopien konnten sich weiterentwickeln und wurden dadurch unabhängig von fremder Hilfe. Über fünf Millionen Menschen in Äthiopien profitieren mittlerweile von der Arbeit der Organisation. Doch es bleibt noch unendlich viel zu tun.

Wir drehen nicht um. Mesfin chauffiert uns souverän durch das filmreife Schlamm-Chaos und nach rund zehn Stunden sind wir am Zielort Kachisi. Dort besuche ich gemeinsam mit Sara, deren Eltern aus Äthiopien stammen, die aber im Bayrischen Erding aufgewachsen ist, die ersten Projekte. In den Interviews, die Sara führt, wird schnell deutlich, wie durch die Unterstützung von „Menschen für Menschen“ die Lebenssituationen ganzer Familien drastisch verbessert werden können. Zum Beispiel im Fall von Bayise, einer Mutter von sechs Kindern, die mit Hilfe des „MfM“-Mikrokredit- Programms einen Esel kaufen konnte, um Getreide zu transportieren.

  • www.wienspart.atEin Engel namens Sara ©privat© privat
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