„Ich mag Lugner City und Favoritenstraße“

Stefanie Sargnagel

WORD-RAP mit Stefanie Sargnagel. Die Autorin polarisiert mit ihren Texten im ganzen Land. Zuletzt erhielt sie den Sonderpreis des Österreichischen Kabarettpreises.

Interview: Andreas Cavar

Seit mich Leute auf der Straße erkennen, habe ich mir ein Repertoire an vielfältigen Selfieposen angeeignet.

Meine rote Baskenmütze trage ich, um Menschen zu psychoanalytischer Märchendeutung anzuregen.

Durch meine Arbeit im Callcenter habe ich gelernt, dass ich niemals mehr als 20 Stunden pro Woche arbeiten will.

Am Literaturbetrieb stört mich, dass mich die Menschen siezen.

Auf negative Kommentare im Internet reagiere ich: mit obszönen Battlerapzeilen.

An Wien mag ich besonders die Lugner City und die Favoritenstraße.

Die Adventszeit überstehe ich am besten mit Konsum.

Für 2018 habe ich mir vorgenommen, das weltweite Matriarchat einzuführen.

  • www.wienspart.atStefanie Sargnagel ©Stefan Joham© Stefan Joham

Fakten

Stefanie Sargnagel wurde 1986 in Wien geboren. In den sozialen Netzwerken ist sie wegen ihrer humor voll zynischen Kommentare längst eine Institution. Mit ihrem neuen Buch „Statusmeldungen“ kann man sie derzeit aber auch auf Tour, meist in ausverkauften Hallen, erleben. 2016 gewann sie beim Bachmannpreis mit dem Text „Penne vom Kika“ den Publikumspreis.

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