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Bildung

Traumberuf: Medienfachfrau

"Aktion Zukunft Jugend": Daniela F. hat ihren Traumberuf gefunden- sie ist Medienfachfrau in einem Verlag.

 

spam2 ©Marco Rossi

Von etwa 260 Lehrberufen sind die meisten relativ unbekannt. In unserer Serie „Aktion Zukunft Jugend“ soll ein solcher aus seinem Schattendasein ins rechte Licht gerückt werden: der Beruf Medienfachfrau.

Die AHS war nicht das Richtige für Daniela F. „Mir war der Druck zu groß, und ich wollte auch schneller etwas Praktisches machen", erinnert sich die heute 18-Jährige. ­Glücklicherweise arbeitet Danielas Mutter beim Berufsförderungsinstitut (bfi) und kennt sich auch mit aus­gefallenen Lehrberufen aus. „Da ich gerne male und zeichne und überhaupt eher der kreative Typ bin, hat meine Mama mir vorgeschlagen, eine Ausbildung zur Medienfachfrau zu machen", erzählt ­Daniela.

Mittlerweile absolviert Daniela ihr drittes Lehrjahr in einem Verlag. Medienfachleute gestalten Produkte im Printbereich - wie Zeitschriften - oder im Multimedia-Bereich. Sie entwerfen das Design für Internet-Seiten, CD-ROMs und DVDs. Sie lernen den Umgang mit Layout-Programmen, aber auch vieles über audiovisuelle Mediengestaltung. Bereut hat sie ihre Berufswahl noch nie: "Ich hab genau den richtigen Job für mich gefunden. Wenn ich es zeitmäßig schaffen würde, wäre mir eine Doppellehre mit Medientechnik am liebsten."

Aber Zeit ist genau das, wovon Daniela wenig hat. „Neben einem vollen Arbeitstag muss ich auch für die Berufsschule lernen. Zum Pubertieren oder mit Freunden rumzuhängen bleibt da nicht viel übrig", erklärt sie lachend. „Dafür konnte ich schon früh praktische Berufserfahrung sammeln", betont ­Daniela.

Info: www.ams.or.at oder Tel.: 878 71

Unbekanntere Lehrberufe

  • Finanzdienstleistung: Ein sehr junger Lehrberuf, der sich mit der Vermittlung von finanziellen Dienstleistungen wie Krediten oder Versicherungen beschäftigt.

  • Lagerlogistik als Lehre gibt es erst seit 2004. Dabei lernt man den ­optimalen Warenfluss zwischen Lie­feranten und Kunden zu organisieren. In Wien werden derzeit etwa 50 Jugendliche ausgebildet.

  • Sportadministration gibt es erst seit 2006. Wienweit 20 Lehrlinge lernen alles über Planung und Organisation von Veranstaltungen oder auch Materialbeschaffung im Sport- und Fitnessbereich.

  • Mechatronik: Rund 170 Jugendliche in Wien haben sich für diesen Lehrberuf entschieden. Mechatronik ist die Verbindung zwischen Mechanik und Elektronik. Mechatroniker bauen etwa pneumatische oder elektronische Teile zu mechatronischen Systemen zusammen.

  • Veranstaltungstechniker sind für die technischen Auf­bauten und Anlagen zuständig, die bei Theateraufführungen, Konzerten Seminaren oder Tagungen benötigt werden.

  • Immobilienkaufmann/-frau: Dieses Berufsbild existiert seit 5 Jahren. Wienweit 80 Lehrlinge werden in Immo­bilienverwaltungen und -ver­­mittlungen zu Immobilienkaufleuten ausgebildet.

  • Informationstechnologie: Programmieren lernt man nicht nur an der Uni oder an einer HTL. In diesem Bereich gibt es auch einen entsprechenden Lehrberuf. Aktuelle Lehrlingszahl in Wien: derzeit etwa 60.