
Hausboote auf stillen Kanälen und Flüssen gleiten durch unberührte Wasserlandschaften und lassen die Nerven zur Ruhe kommen. Irland ist Europas Kleinod für sanfte Ferien mit der ganzen Familie.
Sanft plätschert das Wasser am Bug, links und rechts saftig grüne Weiden mit dösenden Schafen. Kraniche und andere Wasservögel lauern im Schilf auf Nahrung, Kaninchen tollen am Ufer und über den Auwäldern liegt absolute Stille.
Hie und da ein stiller Angler, der freundlich nach dem Befinden fragt. Immer wieder streift der Fluss ein Dorf, wo in den typischen Pubs bei Guinness und Irish Stew neue Kraft getankt werden kann. Eine Idylle, wie sie typisch für die vielen hunderte Kilometer Wasserwege Irlands ist.
Alleine der Shannon als größter Fluss
der Insel durchzieht fast die gesamte Insel und ist damit auch das
bedeutendste Revier für Hausbootferien. Zunächst ein kleiner Bach,
weitet er sich stellenweise zu fast meeresähnlicher Weite.
Der
Shannon. Mit Millionenaufwand wurde der nach dem wirtschaftlichen
Niedergang der Handelsschifffahrt lange vergessene Wasserweg saniert,
wurden neue Anlegestege gebaut. Die Entdeckung des Shannon von den drei
Basishäfen der Bootsfirma Emerald Star wie auch des Erne Wasserweges
oder des Grand Canal kann problemlos mehrere Urlaubswochen füllen. Sie
eignen sich für Angler genauso wie als Ausgangspunkt für Wanderungen,
Radtouren und Golfausflüge. Die Orte am Ufer haben ihre Chancen aus dem
Tourismus erkannt. Den ganzen Sommer hindurch locken sie mit
Kulturveranstaltungen, Festen und anderen Attraktionen die Boote an
ihre kostenlosen Anlegestege. Von der bewegten Vergangenheit des
Flusses zeugen die vielen Burgen, Klöster und Schlösser entlang der
Route. Etwa im 1.400 Jahre alten Kloster Clonmacnoise mit seinen
riesigen keltischen Kreuzen, der heiligen Insel Inishcealtra mit den
Klosterruinen aus dem 9. Jahrhundert oder Portumna, wo sich von der
Burg ein imposanter Panoramablick bietet.
Freiheit.
Landratten werden in die Kunst der Binnenseefahrt eingewiesen, denn wie
auf allen Wasserstraßen in Irland kann man dieses Erlebnis ohne
Bootsführerschein oder nautische Vorkenntnisse erleben. Geduldig werden
Funktionen und Regeln erklärt und auch bei der ersten Probeausfahrt
lässt man Vorsichtige auf Wunsch nicht im Stich. Danach kann es schon
losgehen mit der großen Ferienfreiheit.
Beste Reisezeit: Ein Irlandbesuch im Juni oder September hat einige Vorteile: Das Wetter kann - aber muss nicht - besser als zu jeder anderen Jahreszeit sein, es ist nicht so voll und alles ist geöffnet. Sollte es doch regnen, bleibt immer noch das Pub.