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Ausgabe Jänner 2012

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Kummer

... und wenn die Alpen glühen

Christa Kummer über die Freuden des Altweibersommers und des Herbstbeginns ...

Das Septemberwetter lässt sich meistens ganz gut kalkulieren. Aber trotz des guten Wetters kündigen schon die ersten Morgennebel den Herbst und die schwindende Thermik an. Durch die schwächer werdende Sonneneinstrahlung und die geringer werdenden Temperaturgegensätze von Wasser und Landmassen halten die „Schönwetterphasen“ im September und Oktober oft einige Wochen an.

Der allseits geliebte Altweibersommer ist dann noch die Krönung des vergangenen Sommers und gleichzeitig auch der Abschied - die Natur zieht noch einmal alle Register – die letzten Früchte reifen und Vegetation verwandelt sich schon langsam in einen prächtigen Farbenrausch. Um den astronomischen Herbstbeginn stellt sich meist eine beständige Hochdruckwetterlage ein. Für mehrere Wochen gibt es Sonnenschein und sommerliche Temperaturen. Der Altweibersommer kann im besten Fall sogar bis in den Oktober hinein andauern.

Astronomischer Herbstbeginn ist heuer am 22. September um 22 Uhr. Tag und Nacht sind auf dem ganzen Erdball gleich lang, also überall jeweils 12 Stunden Tag und Nacht. Die Sonne zieht sich auf die Südhalbkugel zurück, dort beginnt der Frühling, bei uns der Herbst.

Bevor es aber wieder winterlich ungemütlich wird, steht der volle Herbstgenuss am Speiseplan: Sturmzeit und Kürbiszeit sowie ideales Freizeitwetter zum Wandern, Radeln und auch noch Baden! Auch das berühmte Alpenglühen ist ein spezielles Herbstphänomen - die Gipfel der Alpen glänzen vor allem im Herbst besonders schön im gleißenden Sonnenlicht. Die Westseite der Gipfel erglüht im Widerschein des Purpurlichts - Felsen und Gletscher werden in ein leuchtendes Rosa getaucht. Die Alpen glühen! Das phänomenale Schauspiel des Alpenglühens bei früher einsetzendem Sonnenuntergang wird auf jeden Fall ein unvergessliches Erlebnis bleiben.

von Christa Kummer

Mag. Dr. Christa Kummer ist Wetterexpertin beim ORF. Infos unter: www.christakummer.at