
Der sehnliche Blick in die Wetterzukunft wird immer genauer, besonders die Langfristprognosen gewinnen an Qualität.
Das Leben ist für „Wettermacher“ oft sehr anstrengend! Gibt es Prognosen für
3 Tage, will man 5. Glaubt man dem Trend für 15 Tage, will man auch schon wissen, wie sich das Wetter in 5 Monaten präsentiert. Weltweit ist die Wissenschaft bemüht, seriöse Wettermodelle für Monats- und Jahreszeiten-Vorhersagen zu entwickeln. Prognosen für ein Monat oder eine Jahreszeit sind natürlich nicht mit der Genauigkeit einer Kurzfristprognose vergleichbar. Aber ein Trend ist möglich. Ergebnisse, wie „trockener und wärmer als im langjährigen Mittel“, können z. B. für Energieversorger, Streumittelerzeuger oder Tourismusbetriebe eine große Hilfe sein. Die Ozeane sind übrigens der Schlüssel zur Langfristprognose. Bei der Wettervorhersage für die nächsten Tage ist eine möglichst genaue Bestimmung des aktuellen Zustands der Atmosphäre entscheidend. Bei Langfristprognosen geht es um die Erfassung des aktuellen Zustands der Ozeane und um die Vorhersage der Veränderungen von ozeanischen Strömungsmustern und dem damit verbundenen Einfluss auf Vorgänge in der Atmosphäre. Diese Prognosen sind natürlich mit Vorsicht zu genießen. In erster Linie sind Temperatur und Niederschlag von Interesse: also die Antwort auf die Frage, ob ein Monat zu warm oder zu kalt bzw. feucht oder trocken sein wird. Von diesem Standpunkt aus betrachtet, gewinnen saisonale Prognosen in letzter Zeit deutlich an Qualität! Der Sommer 2008 soll nach jüngsten Erkenntnissen also ein warmer werden!
Mag. Dr. Christa Kummer ist Wetterexpertin beim ORF, http://www.christakummer.at
Mag. Dr. Christa Kummer ist Wetterexpertin beim ORF. Infos unter: www.christakummer.at