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Ausgabe Jänner 2012

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Matscho

Matscho rechnet ab!

Am 29., 30. und 31.3.2007 wird Ihr sehr ergebener Autor im beliebten Unterhaltungstempel „Spektakel“ seine neueste kabarettistische Lesung vorstellen: MATSCHO RECHNET AB!

Selbst bei vorsichtigster Einschätzung kann man jetzt schon sagen: Dieses Programm wird ein Heuler werden. Heulen werden hauptsächlich Emanzen und – noch schlimmer! – Emanzinnen, aber auch sonst wird der Matscho unbarmherzig auf alles hinhauen, was sich bewegt. Er wird sich frauenfeindlich, ehefeindlich und kinderfeindlich gebärden wie nie zuvor. Er wird mit Versicherungen und anderen Raubrittern Schlitten fahren, und er wird mit gesenkten Hörnern auf die Hersteller der volksdümmlichen Musik losgehen. Er wird nicht nur mit dem lieben Gott Klartext reden, sondern sogar dem großen Schwarzenegger die Leviten lesen. Und er wird der Natur keinen Vorwurf ersparen, aber auch dem Gegenteil der Natur – also Pamela Anderson – ordentlich Saures geben.

Schließlich stellt MATSCHO RECHNET AB einen Racheakt an der eigenen Familie dar – Göttergattin und Matscho-Kinder können sich schon jetzt anschnallen, wenn sie wollen! Und weil er schon beim Abrechnen ist, wird der Matscho, bevor er nach Hause geht, auch noch mit dem Theater seine Gage abrechnen. Man sieht also – es werden drei beinharte Abende, keine Frage!

Natürlich tritt ein rechtschaffener Künstler nicht des schnöden Mammons wegen auf, sondern ausschließlich, um den Menschen eine Freude zu bereiten. Und das gelingt mir, bitte sehr! Meine liebe Frau Matscho beispielsweise sieht es mit größtem Wohlgefallen, wenn ich lesen gehe. Die freut sich immer für mich, dass ich endlich auch einmal etwas zu reden habe. Und das Publikum ist begeistert, weil es zusätzlich zu den Texten ein spektakuläres optisches Erlebnis serviert bekommt. Diese Tatsache hat eine Dame anlässlich meiner letzten Buchpräsentation zu dem tief empfundenen Kompliment hingerissen: „Ich hätte nie gedacht, dass Sie WIRKLICH so ausschauen!“

Ein einsamer Höhepunkt bei meinen Leseabenden ist erfahrungsgemäß die Pause. Da stehe ich inmitten meiner Anbeterinnen, signiere Matscho-Bücher, bin ungewohnt wichtig und besteche dennoch durch natürliche Bescheidenheit. Außerdem lernt man lauter nette, rücksichtsvolle Menschen kennen. Gern erinnere ich mich jener jungen Mama, die ihren kleinen, lebhaft vor sich hinbrabbelnden Sohn ruhig stellte, indem sie respektvoll wisperte: „Kscht, Lukas – tu den Herrn Matscho nicht in seiner Konzentration stören!“ Und dann fügte sie beinahe atemlos hinzu: „Er schreibt seinen Namen …“

Aber nicht immer hat man Erfolgserlebnisse. Eine mittlere Niederlage erlitt ich vor einigen Jahren anlässlich einer Kulturveranstaltung knapp außerhalb der Wiener Stadtgrenze. Da rächte es sich
bitter, dass unsereins nicht in die „Seitenblicke“ drängt, da wurde mir meine mangelnde Berühmtheit zum Verhängnis. Es ließ sich nämlich der Herr Bürgermeister des Ortes nicht nehmen, mich persönlich anzusagen, und er tat dies mit den folgenden, gut gemeinten Worten: „Sehr geehrtes Publikum! Es ist mir eine große Ehre, Ihnen jetzt den Herrn Matscho ankündigen zu dürfen ... er wird Sie mit seinem Gesang erfreuen!“

Damit bitte kein Missverständnis entsteht:
MATSCHO RECHNET zwar AB – mit allem und jedem, aber keinesfalls mit seinem Publikum. Ich werde daher im „Spektakel“ brav lesen, aber ganz sicher nicht singen – versprochen und gehalten!

Matscho rechnet ab!
Do., 29.3. (Premiere), Fr., 30.3. und Sa., 31.3.?2007, jeweils 20 Uhr
Kabarett Spektakel, 5., Hamburgerstraße 14

Karten: 01/587 06 53 oder
http://www.spektakel.at

von Matscho

Wolfgang Kubasta ist Matscho.