
Eines Tages spazierten Adam und Eva durchs Paradies. „Liebst du mich?“, fragte Eva den Adam. Und dieser antwortete mit einem tiefen Seufzer: „Wen sonst ...?“
Damit war klar: Der liebe Gott hat, wenn auch in bester Absicht, wieder einmal einen Pfusch gemacht. Er hat uns Männern nämlich das Weib zur Seite gestellt, und zwar als einzig möglichen Partner. Wir sind also auf SIE angewiesen – ohne jede Alternative!
Einige Jahrtausende lang ging das auch halbwegs gut, denn die Agenden waren sinnvoll verteilt. Wir hatten die Jagd und die Frauen die Arbeit. Wir hatten den Schnaps und die Frauen das Kopfweh. Wir hatten den Spaß und die Frauen die Kinder.
Dann eines schrecklichen Tages jedoch rief eine Dame, welche ihr Unwesen in Deutschland trieb und Alice Schwarzer hieß, zur offenen Meuterei auf. Sie erklomm ein Podium, welches sie ohne Zutun eines männlichen Heimwerkers selbst gebaut hatte, und nahm das grauenhafteste Wort der Menschheitsgeschichte in den Mund. Und dieses Wort hieß: Emanzipation.
Im Nu fand das unheimliche Weib Nachahmerinnen, welche allesamt in ihren Ländern Frauenministerin werden wollten. Fazit: Die Damen gingen auf die Barrikaden und die Herren in Karenz. Frauen besetzten Direktorinnenposten, Frauen wurden Philharmonikerinnen, und – der absolute Supergau! – Frauen spielten Fußball. (Danach schien eine Steigerung nicht mehr möglich, und dennoch dringen inzwischen Stimmen aus den Vereinigten Staaten von Amerika ans gereizte Männerohr, wonach eine US-Präsidentin nicht mehr ganz ausgeschlossen werden kann. Das muss man sich einmal vorstellen: Eine Frau – mächtigster Mann der Welt!!!)
Eine Zeit lang waren Adams Söhne damit beschäftigt, sich den Angstschweiß von der Stirn zu wischen. Dann aber – es ist jetzt gute 20 Jahre her – keimte noch einmal Hoffnung auf. Denn aus den düsteren Heurigenkellern Alt-Ottakrings trat unversehens ein Mann ans Tageslicht, der sich vorgenommen hatte, die gerechte Ordnung wieder herzustellen. Er begann, eine revolutionär-reaktionäre Männerkolumne zu schreiben, und er schenkte dieser Kolumne seinen Namen: Matscho.
Um meine Nerven zu schonen, mache ich es kurz: Der brave Mann entpuppte sich als Schaf im Wolfspelz. Nach mehr als 250 Geschichten und sieben Büchern liegt er samt seinem maskulinen Credo auf dem Boden, als hätte ein weiblicher Klitschko auf ihn eingeprügelt. Denn selbst in der ureigensten männlichen Domäne – der Triebhaftigkeit – haben uns die Damen längst überholt. Früher waren wir die Jäger und die Frauen die Beute – heute lauert die Beute dem Jäger auf! Ansonsten werden wir immer unnötiger. Als instruktives Beispiel kann der immer öfter zu hörende Dialog zweier Männer gelten: „Wie gehen die Geschäfte?“ – „Dank der Nachfrag’, meine Frau verdient ganz gut!“
Nunmehr hat der gescheiterte Poet seinen Schwanengesang abgeliefert, das erschütternde Dokument einer großen Resignation: „MATSCHO – MIR REICHT’S!“ Das überaus passende VOR-Wort zum Buch hat übrigens Frau Eva Deissen geschrieben, eine Dame, die man guten Gewissens als den publizistischen Gottseibeiuns der heimischen Männerwelt bezeichnen kann. Und ich, der Matscho, habe die Dame um dieses VOR-Wort gebeten. Damit ist, glaube ich, der Buchtitel hinlänglich erklärt.
Nur 2 Abende – das Advent-Spezialprogramm:
Der Weihnachts-Matscho!
So., 2.?12. (18 Uhr, vorverlegter Beginn!) und Fr., 7.?12. (20 Uhr) im Kabarett „Spektakel“, 5., Hamburgerstr. 14.
Karten: 01/587 06 53 oder http://www.spektakel.at