Vormagazin

Ausgabe Februar 2012

Heiß auf Eis - Der Wiener Eistraum 2012.

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Sackbauer

Sein Schmäh is ned deppert

Karli Sackbauer erzählt, wie er mit seinem "Karlis Song" nur sehr knapp einen Top-Ten Platz verfehlt hat.

Sackbauer 09_02 ©ORF

Die Irmi ist net so begeistert, wenn ich zu Hause fürs Golfen übe. Sie meint, ich soll lieber bei den Dingen ehrgeizig sein, die in der Wohnung repariert gehören.“

Im Golfclub gehör ich zu einer Partie, da hat die Frau vom Obmann das Sagen und die bildet sich ein, dass sie einmal im Jahr einen Clubabend machen muss, wo die Mitglieder zeigen sollen, dass sie mehr als Einlochen können. Voriges Jahr hat die gute Dame sich einen Karaoke-Abend eingebildet. Ich wollte passen, aber die Irmi hat darauf bestanden, dass ich da mitmache, weil sonst der Bekannte von ihrer Freundin, der mir die Rutschen in den Golfclub gelegt hat, blamiert gewesen wäre. Ich hab lang nicht gewusst, was ich singen soll.
Der René hat dann den Vorschlag gemacht, dass ich das Lied „Wos an Weana olas en s gmiad ged“ singen soll. Seine Argumente für das Lied: „Die Melodie ist einfach und der Text ist vom bekannten H.C…“ Ich hab ihn gleich unterbrochen: „Spinnst du? Ein Lied vom H.C. Strache sing ich sicher nicht, darauf kannst du Gift nehmen. Schau ich aus wie ein Hasssänger?“ Ich war einfach zu schnell, ausreden hätte ich ihn lassen sollen, den René. Der Text war nicht vom H.C. Strache sondern von einem H.C. Artmann. Der Mann hat mir nichts g’sagt. Das Lied war der Irmi aber viel zu ordinär. Mit hat es auch nicht wirklich taugt. Der Papa hat dann seinen „Narrischen Kastanienbaum“ ins Spiel gebracht. Dagegen haben aber die Irmi und die Petra protestiert, denn das Lied würde mich älter machen, als ich wirklich bin.
Dann haben sich der René und ein Freund von ihm, das ist ein Musiker, und seine Freundin, auf ein Packel g’haut und haben mir für den Abend ein eigenes Lied geschrieben. Von mir und dem, was mal war, erzählt die erste Strophe.


A klana Bua in der Hasengass‘n.
Na, ka Gemeindebau!
Beim Konsum a Stapelfahrer,
zwa Kinder und sogar a Frau.
Der Konsum is pleite gangen,
de Hackn war passé,
aber als a echter Weana
pack i des mit mein Schmäh.
 
In der zweiten Strophe erfährt man dann, was sich heute bei mir so abspielt.
Jetzt bin i scho in da Pensi;
das Leb‘n beginnt von vorn.
Hab mi auf‘s Golfen g‘ schmiss‘n,
so kumm i richtig auf Tour‘n.
Und i schreib a meine G‘schichtln
fürs Tramwaymagazin,
und von Meidling bis Neu-Eßling,
zawuzzelt si ganz Wien.
Der Refrain „Mein Schmäh is ned deppert, weil jeder darauf steht.“, der ist sehr gut ang’kommen und ich bin ganz knapp am 10. Platz vorbei geschrammt. Elfter bin ich geworden. Wie viele Leute mitg‘macht haben? Zwölf.

Karli Sackbauer, wird dargestellt von Schauspieler Klaus Rott.
www.karlisackbauer.at

von Karli Sackbauer

Karli Sackbauer wird dargestellt von Klaus Rott. Weitere Infos und Geschichten gibt es auf www.karlisackbauer.at.