Vormagazin

Ausgabe Februar 2012

Heiß auf Eis - Der Wiener Eistraum 2012.

Gewinn Vor allen anderen...

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Sackbauer

Info-Flut!

Karli Sackbauer alias Klaus Rott erzählt von Veränderungen in seinem Leseverhalten seit seiner Pensionierung.

Sackbauer ©Bonus Film

"Es heißt: Der nächste Sommer kommt bestimmt. Das will ich hoffen. Denn der Winterschal und die Pelzhandschuh gehen mir schon arg auf den Geist und das Golfen gewaltig ab."

Seit ich in der Pension bin, komm ich natürlich viel mehr zum Zeitunglesen. Eh klar! Regelmäßig lese ich die Gratiszeitungen. Nein, ich meine nicht die Sonntagszeitungen, sondern die Zeitungen „Heute“ und „ÖSTERREICH“. Bei den beiden Zeitungen kann man wirklich locker behaupten, dass das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Einem geschenkten Gaul schaut man nichts ins Maul, sagt ja schon der Volksmund. Trotzdem muss man in Zeiten wie diesen mit Privatfernsehen,
Gratiszeitungen, Internet und so, sehr, sehr vorsichtig sein, denn die Informationsflut ist nicht ungefährlich. Manchmal ist es ja schon fast ein Informations-Tsunami! Auch die Society-Seiten werden immer umfangreicher. Eh klar, denn die gedruckten Blatteln müssen ja darauf reagieren, dass es jetzt im ORF neben den „Seitenblicken“ auch eine „gepfefferte“ Vorspeise gibt. Wer mit wem, und wer mit wem nimmer, füllt die Tratschspalten seitenweise. Bussi da, Bussi dort. Z. B. vom Medien-Zampano, dem Herrn Mörtel, kann man ja fast täglich irgendwas erfahren, was mich eigentlich nicht wirklich interessiert. Mit wem er auf den Opernball geht, oder nicht geht, das sind jedes Jahr Society-Aufmacher, die ich nicht wirklich brauch. Auch seine Herzerln, seine Mausi-Bambi-Katzi-Menagerie, ist mir ziemlich blunzen.
Schon als Bua in der Hasengasse hab ich bei den
Ratschlägen vom Papa die Methode „beim einen Ohr hinein, beim andern wieder raus“ praktiziert. Das muss man in Zeiten wie diesen natürlich perfektionieren, denn deine Festplatte im Schädel wird ja im Alter nicht größer. Im Gegenteil! Daher darf man den ganzen Müll, den man täglich hört und liest, auf keinen Fall ab­speichern. Außerdem sollte man die Weisheit meiner Kindertage fürs Optische variieren: Beim einen Auge hinein, beim andern wieder hinaus!
Obwohl ich beim Nachrichtenkonsum ein Übervorsichtiger bin, eine Meldung geht mir seit Wochen nicht aus dem Kopf: In den Zeitungen war zu lesen, dass Wissenschaftler dahinter gekommen sind, dass bei Mäusen, wenn sie viel mit einem Handy telefonieren würden, die Gefahr, dass sie Alzheimer bekommen, fast null ist. Die Meldung lässt mich einfach nicht los. Was vergessen Mäuse, wenn sie Alzheimer haben? Sicher nicht die Namen von ihren Bekannten und Verwandten. Und wenn sie vergessen, dass Katzen auf sie scharf sind, dann werden sie mit  ihrer Alzheimer-Krankheit bestimmt  nicht sehr alt. Es fragt sich nur, wie kommt ein Wissenschaftler darauf, sowas zu erforschen? Auf so eine Idee muss man erst kommen. Oder war das vielleicht eine bezahlte, aber nicht gekennzeichnete Anzeige der
Mobilnetzbetreiber, damit die letzen Handy-Angsthasen zu Viel-Telefonierern werden? Was meinen Sie?

Karli Sackbauer, wird dargestellt von Schauspieler Klaus Rott.
www.karlisackbauer.at

von Karli Sackbauer

Karli Sackbauer wird dargestellt von Klaus Rott. Weitere Infos und Geschichten gibt es auf www.karlisackbauer.at.